Häufig gestellte Fragen
Was meinen wir mit Reststoffen?
Reststoffe oder Nebenproduktströme sind für uns alle Materialien, die in Prozessen nicht zu vermarkteten Produkte werden. Typischerweise werden diese entsorgt. Früher haben wir dazu Abfall gesagt. Diesen Begriff vermeiden wir, da wir der Meinung sind, dass in diesen Stoffen noch eine Menge Potential für wertvolle Produkte steckt.
Wo kommen wir her, was ist der Hintergrund des Teams?
Gründer und CEO Phanindra Gopala Krishna hat nach seinem Maschinenbau-Studium in Indien zunächst einige Jahre in der kunststoff- und metallverarbeitenden Industrie Prozesse und technische Verfahren optimiert, bevor er in Heidelberg seinen Master-Abschluss als Wirtschaftsingenieur gemacht hat. Phani verbindet also Fähigkeiten eines Ingenieurs mit denen eines Betriebswirts und sucht immer wieder Lösungen, um Technik, Prozesse und Produkte weiter zu optimieren. Dabei liegen ihm vor allem ressourcen- und umweltschonende Innovationen am Herzen. 2019 gründete er deshalb die FRENVI GmbH um essbare und kompostierbare Geschirrlösungen als Alternative zu Plastikeinweg-Besteck herzustellen und zu vertreiben. Auf die Technologie zur Herstellung des Bestecks hält er ein Patent.
Dr. Markus Götz ist das, was man heute als Bioökonom betiteln würde. Markus hat Nachwachsende Rohstoffe und Bioenergie an der Universität Hohenheim studiert und sich dabei auf den Bereich Konversionstechnologien nachwachsender Rohstoffe spezialisiert. Das ist quasi Chemieingenieurswesen, nur mit Biomassen statt Öl, Kohle und Gas. Auf diesem Gebiet wurde er dann auch promoviert. In seiner Doktorarbeit hat sich Markus damit beschäftigt wie Innovationen aus der Wissenschaft auch erfolgreich in der Wirtschaft und Industrie umgesetzt werden können, am Beispiel von Spezialchemikalien und Biokunststoffen aus Agrarreststoffen. Dabei entwickelte er ein Business-Design-Toolset, das auch eine Investitionskostenschätzung und Ökobilanzierung beinhaltet. Es gelang es ihm in den letzten Jahren Fördermittel in Höhe von mehreren Millionen Euro einzuwerben. Seit Anfang 2024 leitet Markus die Forschung und Entwicklung bei der FRENVI GmbH und verfügt ein ausgezeichnetes Netzwerk in die Bioökonomiebranche in Deutschland und Europa.
Stefan Beyerle hat in Conneticut und Mannheim Management, BWL und Wirtschaftsinformatik studiert und hat jahrelange Erfahrung in der Begleitung und dem Aufbau verschiedenster Start-ups. Stefan bringt sein Know-How im Unternehmertum in die Geschäftsmodellentwicklung und die Förderberatung mit ein. Mit seiner Expertise werden technische Produktideen zu wirtschaftlich erfolgreichen Marktteilnehmern. Die FRENVI GmbH begleitet Stefan bereits seit Anfang an und übernimmt seit Anfang 2020 die operative Leitung als COO.
Wie läuft ein gemeinsames Projekt normalerweise ab?
Wir bieten verschiedene Stufen der Zusammenarbeit an. Dürfen wir Sie in der kompletten Entwicklung begleiten bieten wir dein Business-Design – vom Reststoff, zur Idee, zum Produktprotoypen mit Marktvalidierung an.
Das bedeutet, dass wir mit einer Probe Ihres Reststoffes im Labor erste Versuche durchführen. Wir charakterisieren das Material, um so herauszufinden, für welche Anwendung wir eine größere Wertschöpfung als mit dem jetzigen Verwertungsweg erzielen können. Dabei geht es uns nicht nur um Reststoffe, die im Moment entsorgt werden. Wir identifizieren auch sogenannte Umlenkungspotentiale.
Sie erzielen bereits Umsätze mit der Verwertung Ihrer Reststoffe, wir suchen Wege mit größerer Wertschöpfung. Die Laborversuche werden wenn Sie mögen bereits mit Recherche-Arbeit, Markt- und Kundensegementbetrachtung, einer ersten Kostenschätung und Umweltanalyse begleitet. Diese Maßnahmen sind iterative Tools, die wir als Entscheidungstool über die gesamte Entwicklungsarbeit mitlaufen lassen.
Nach dieser ersten Phase haben wir einige mögliche Produkt- und Anwendungsoptionen identifiziert, die wir nun priorisieren und mit max. drei Produktideen weiterarbeiten. Es werden Produktprototypen hergestellt und entsprechend der Anforderungen des Marktes und der Kundenwünsche geprüft und getestet.
Am Ende steht eine Pilotierung am Markt, die Validierung der Idee an. Ein Beispiel dafür ist die Verkostung der CrackerPlus mit Biertreber auf der Südback Messe oder der Einbau der Plattenwerkstoffe aus Teetreber in das Bildungszentrum in Mannheim. Die Ergebnisse und Erfahrungen werden dann am Ende noch ausgewertet und in eine Roadmap bis zur Markteinführung umgewandelt.
Dabei unterstützen wir dann auch bei der Suche nach Fördermitteln für die weitere Umsetzung. Ein solches Vorhaben dauert je nach Komplexität und Wunsch in der Regel zwischen 7 und 24 Monaten. Für mehr Infos: Kontaktieren Sie uns für ein Erstgespräch.
Wo unterscheidet sich unser Angebot von anderen Forschungsdienstleistern und Instituten?
Wir unterscheiden uns vor allem durch Schnelligkeit und Umsetzungsorientierung.
Innerhalb weniger Wochen liefern wir eine fundierte Entscheidungsgrundlage, welche Produktentwicklung sich lohnt, und realisieren diese innerhalb eines Jahres. Statt langwieriger Drittmittelprojekte wie bei Universitäten oder Forschungsinstituten erhalten Sie bei uns einen effizienten, iterativen Entwicklungsprozess: von der Idee über wissenschaftliche Tests bis hin zum marktfähigen Prototyp.
Wir kombinieren naturwissenschaftlich-technische Kompetenz mit unternehmerischem Denken und agilen Methoden – Research-to-Business aus einer Hand.

